DER ST. MARTINSZUG IN GERRESHEIM  



Auf dem St. Martinszug gibt es jede Menge tolle Sachen zu erleben. Wir waren da und haben den Umzug für euch dokumentiert.
Was hat es mit der Laterne auf sich?

Die Laterne kommt ursprünglich von dem Martinsfeuer. Das Martinsfeuer hat eine alte Tradition. Im Jahre 1448 wurde erstmals in einer Urkunde des Graf Friedrich von Moers die Existens des Martinfeuers nachgewiesen. In der Urkunde wurde das Martinsfeuer als "Funkentag" bezeichnet.
Häufig wurde die Asche des Martinsfeuers auf den Feldern verstreut. Dies galt als Zeichen der Hoffnung für ein fruchtbares nächstes Jahr. Kinder und Jugendliche sammelten und stahlen auch schon einmal Holz für das Martinsfeuer. Die Konkurrenz um den größten Feuerhaufen war groß. Es kam häufig zu blutigen Schlägereinen unter den Jugendlichen, die sich untereinander das Holz wegnahmen oder den Haufen der anderen zu früh anzündeten. Ende des 19. Jhdts. begannen die Erwachsenen aus Angst vor möglichen Feuerkatastrophen , dieses Ereignis der Kinder zu stören. Und was zuerst eine Angelegenheit der Kinder und Jugendlichen war, passte immer weniger in die Gesellschaft. Seitdem wurden die Laternen als Ersatz für das Martinsfeuer eingeführt.


Beim Martinszug laufen auch ein paar Musikkapellen mit.
Von diesen haben wir etwas Musik aufgenommen, die man nur anzuklicken braucht

Stück 1: "Lasst uns froh und munter sein"

Stück 2: "Laterne, Laterne"